Wir haben Margherita Sarli im Gespräch gefragt, warum es wichtig ist, zu reisen und andere Orte kennenzulernen. „Der Austausch ist ein wesentlicher Faktor für das Wachstum. Im Grunde sind wir Kinder dieser Kultur und müssen das Beste aus ihr schöpfen“, sagt die Generaldirektorin der APT Basilicata. Apropos Reisen: Italien verzeichnete letztes Jahr insgesamt 479 Millionen Besucherinnen und Besucher. Warum begeistert und fasziniert die Halbinsel immer wieder aufs Neue? „Italien ist ein Mosaik aus Schönheit, Staunen und Vielfalt. Als Italienerin kann ich aus Erfahrung sagen, dass das Land nie langweilig wird. Auch weniger bekannte und weniger besuchte Orte können ein Erlebnis voller Authentizität und Schönheit bieten, das Geschichte und kulinarische Genüsse vereint“, so Margherita Sarli.
Die Basilikata: eine atemberaubende Region
Generaldirektorin der APT Basilicata empfiehlt allen Besucherinnen und Besuchern, die sich noch nicht auf der Halbinsel gut auskennen, aber auch allen, die Italien schon besucht haben, eine Reise in die Basilikata. Diese süditalienische Region sei eine wunderschöne Entdeckung, bei der man seine eigene Zeit wiederfinden und auch zu sich selbst zurückkehren könne. „Ich nenne nur ein paar Gründe für eine Reise in diese Region: Matera, die in den Fels gehauene Stadt, das Tyrrhenische und das Ionische Meer, von denen das eine aus felsigen Buchten von außergewöhnlicher Schönheit besteht, das andere aus feinem, goldenem Sand, die Naturparks wie der Nationalpark Pollino und die schmackhaften regionalen Spezialitäten – geschweige denn die hochwertigen Unterkünfte.“




Außerhalb ihrer Region empfiehlt sie einen Besuch der Ewigen Stadt, die sie sehr liebt, weil diese Stadt voller Geschichte und Gastfreundschaft ist. „Rom ist ein Ort, der sich von den Horizonten unterscheidet, an die ich gewöhnt bin, und gerade deshalb für mich so reizvoll ist. Seine Vielfalt und zugleich seine Identität, wie eine große Mutter, beeindrucken mich sehr.“ Darüber hinaus erwähnt sie Neapel, das das Herz anspricht, und Assisi wegen seiner Spiritualität und seines Charmes.
Gusto und grazie
Die italienische Küche ist zweifellos ein wichtiger Bestandteil des italienischen Alltags. Sonst wäre sie schließlich nicht zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt worden. „Unsere Aromen stehen nicht nur für Qualität und Exzellenz, sondern sind auch ein echtes kulturelles, soziales und gemeinschaftliches Erbe. In Italien ist Essen ein Ritual, das über das bloße Sich-Ernähren hinausgeht.“ Daher ist „Gusto“ (Genuss) das Wort, das für Margherita Sarli Italien und die Italianität am besten beschreibt. Sie liebt das Wort „Grazie“, weil es – zusammen mit „Ciao“ – das einladende Herz Italiens verkörpert. Außerdem ist sie der Meinung, dass die Freundlichkeit der Menschen die größte Anziehungskraft eines Ortes ausmacht.



Das Innere des Landes wertschätzen
Zuletzt haben wir sie gefragt, in wieweit Italien sein touristisches Angebot verbessern kann. „Man sollte sich stärker auf die Binnenregionen und die Dörfer im Inneren des Landes konzentrieren, die das eigentliche Rückgrat Italiens bilden. Damit bietet man die Möglichkeit, das Italiensein auf authentische Weise zu entdecken. Hinzu kommt das Thema der Qualifizierung junger Menschen in diesem Sektor, die verstärkt werden sollte,“ und mit diesem Wunsch, der zugleich ein Versprechen für ihre Region ist, verabschiedet sich Margherita Sarli von uns.
Margherita Sarli ist seit Januar 2025 Generaldirektorin der APT Basilicata. www.aptbasilicata.it und www.basilicataturistica.it
Interview und Bilder Basilikata: Nicoletta De Rossi
Bilder Margherita Sarli. privat