Die Giardini Reali in Venedig: eine grüne Oase der Ruhe

Die Giardini Reali in Venedig sind eine Oase der Ruhe, weit entfernt vom Trubel und Gedränge der nahen Piazza San Marco – ein einzigartiger und unerwarteter Ort, fast wie aus der Zeit gefallen.

Ja, Sie haben richtig gehört, es gibt einen Garten ganz in der Nähe des Markusplatzes in Venedig: die Giardini Reali! Der Garten wurde im Dezember 2019 nach einer umfassenden Renovierung durch die Venice Gardens Foundation wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Obwohl er an einem Verkehrsknotenpunkt liegt, denn direkt vor dem Garten legen den ganzen Tag über unzählige Vaporetti und Boote an, bewahrt er sich eine Aura des Geheimnisvollen und Mysteriösen. Nicht nur unter den gusseisernen Pergolen herrscht Ruhe, ringsum sitzen Besucherinnen und Besucher auf den Bänken, unterhalten sich leise, lesen oder bewundern einfach diesen Ort der Ruhe inmitten der Lagunenstadt. Auch Pflanzenliebhaberinnen und -liebhaber kommen hier auf ihre Kosten – selbst im Winter.

Ein Garten der Ruhe und Stille seit mehr als zwei Jahrhunderten

Die napoleonischen Gärten, so genannt weil Napoleon sie 1806 anlegen ließ, erstrecken sich über eine Fläche von rund 5.000 Quadratmetern. Bei der Renovierung wurde die bisherige botanische Entwicklung berücksichtigt. Es wurden Sorten und Hybriden ausgewählt, die leichter zu kultivieren und widerstandsfähiger, aber auch von anerkannter Schönheit sind. Es mussten Arten sein, die den rauen und schwierigen klimatischen Bedingungen der Lagune in Bezug auf Pflege, Blütezeit und Widerstandsfähigkeit standhalten können. Die kompakten Massen der immergrünen Hecken zum Beispiel sind das Ergebnis einer sehr langsamen botanischen Abfolge und bilden das erste Bollwerk gegen den Wind und seine salzige Luft. Außerdem schützen sie mit ihrem immergrünen Laub den Garten vor dem hektischen Leben im Becken und sind Hüter der begehrten Ruhe und Stille, die in einer Stadt wie Venedig selten zu finden sind.

Informationen: www.venicegardensfoundation.org

Text: Nicoletta De Rossi – Bilder: Harald G. Koch

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