Romanisches Highlight in Innichen

Die bedeutendste romanische Kirche Südtirols entdeckt man im Zentrum von Innichen, wo der Turm der Stiftskirche mit dem der Pfarrkirche konkurriert.

In der hübschen Altstadt von Innichen strahlt die Sonne. Die Leute genießen die milden Temperaturen in der Ortschaft im äußersten Osten Südtirols. Zwei sehr unterschiedliche Kirchtürme ziehen in der Nähe des Pflegplatzes (Piazza del Magistrato) alle Blicke auf sich.

Die romanische Stiftskirche

Viereckig ist der Kirchturm der mächtigen romanischen Stiftskirche der Heiligen Candidus und Korbinian. Es ist daher kein Zufall, dass der italienische Ortsname von Innichen San Candido (wörtlich: Heiliger Candidus) lautet. Die lange Geschichte der Kirche begann mit dem Jahr 1280, als sie erbaut wurde. Der wuchtige Glockenturm wurde hingegen erst in den Jahren 1320-1326 ergänzt. Der „Dom“, wie die Einheimischen aus der Dolomitenregion Drei Zinnen die dreischiffige Kirche nennen,ist der bedeutendste romanische Sakralbau nicht nur im Südtirol, sondern im ganzen Ostalpenraum. Wir bewundern die spätromanischen Kuppelfresken, welche die Schöpfungsgeschichte zeigen, und die Kreuzigungsgruppe aus Holz im Chor. Draußen ist die Atmosphäre von dem imposanten Gebäude geprägt: Trotz der zentralen Lage inmitten der lebendigen Altstadt bewahrt die Kirche eine mystische Aura.   

Die barocke Pfarrkirche

Draußen strahlt die Sonne weiter vom blauen Himmel nieder. Wir setzen uns auf eine Bank und beobachten das lebendige Treiben in der kleinen Stadt im Südtiroler Hochpustertal. In der Fußgängerzone wimmelt es von Leuten, einige genießen die Sonne vor einem Lokal, andere flanieren und shoppen gemütlich. Eine Gruppe von Fahrradfahrern unterhält sich an der St. Michaelskirche. In der barocken Pfarrkirche erwartet uns eine große Pracht an verspielten Dekoren. Zu Recht ist die Kirche als eines der wichtigsten Sakralgebäude der Übergangzeit vom Barock zum Rokoko in Südtirol bekannt.

Informationen:  über Innichen hier und über das Hochpustertal hier

Text: Sylvia Pastres – Bilder: Nicoletta De Rossi

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