Das Caffè Florian in Venedig

Das berühmte Kaffeehaus Florian schmückt die Piazza San Marco in Venedig mit einem einzigartigen Ambiente.

Geschickt und elegant balancieren die Kellner des venezianischen Kaffeehauses Florian die Bestellungen ihren Gästen auf blitzblanken Tabletten. Mit einer Hand, oben auf der Höhe der Schulter gehalten, kommen mir die Tablette vor, als würden sie fliegen. Wir sitzen draußen und genießen bei einem Espresso, den spektakulären Blick auf den Platz und die Musik. Ein Blick in die verschiedenen Säle im Inneren lohnt sich nicht nur wegen des raffinierten Mobiliars und der wertvollen Accessoires. Das von Floriano Francesconi 1720 eröffnete Kaffeehaus war in der Vergangenheit immer wieder Treffpunkt von Persönlichkeiten und Revolutionären – hier wurde 1893 auch das Projekt der Biennale geschmiedet.        

Der caffè – ein Nationalgetränk

Morgens verzichtet kaum jemand in Italien auf einen guten caffè – ein Ritual, das an der Theke der Kaffeebar von der Lektüre der jüngsten Nachrichten begleitet wird. Der Caffè – damit ist ein Espresso gemeint – wird aber auch nach den Mahlzeiten gerne getrunken oder zwischendurch genossen. Auch zuhause wird er jedem Besuch angeboten und in der Bar oft auch spendiert, so dass das schwarze Getränk allgegenwärtig im Alltagsleben der Italiener ist. Auch im Florian kann man sich einen caffè an der Theke gönnen – und das zu einem erschwinglichen Preis. Nach dem Abendessen, nachdem sich die Lagunenstadt geleert hat, machen wir einen Spaziergang Richtung San Marco. Das Orchester des Caffè Florian spielt noch und dabei verwandelt sich der berühmte Platz in eine Bühne.

Tipp: Mehr über das Caffè Florian in Venedig und über die Kaffeekultur im Allgemeinen kann man im Buch „Kaffeehäuser erzählen“ der Nürnberger Autorin Ulrike Rauh nachlesen. Unter anderem Geschichten über weitere historische Kaffeehäuser in Italien, wie in Mailand, Padua, Florenz, Neapel, Rom, Triest und Verona. www.edition-karo.de

Informationen: www.caffeflorian.com

Über Venedig: www.veneziaunica.it/de

und im ADAC-Reiseführer „Venedig“, hier

Text und Bilder: Nicoletta De Rossi

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