Menschen, die viel reisen und oft im Ausland sind, haben ein besonderes Verständnis und Bild für ihr eigenes Land. Das gilt auch für die internationale Journalistin Sabina Castelfranco. Sie ist Producerin und Radio-Reporterin bei CBS News in New York sowie Co-Direktorin von „Italy Now“, einem Online-Magazin, das in zehn Sprachen über die schönen Seiten Italiens berichtet. Die mehrsprachige Journalistin, die Italien und die Welt bereist hat, erklärt, warum sie gerne reist: „Reisen bedeutet, sich dem Neuen und Unbekannten zu öffnen und neugierig zu sein. Reisen ermöglicht, neue Orte, Kulturen, Speisen und Lebensweisen zu entdecken. Reisen liefert neue Impulse, erweitert den Horizont und trägt zur persönlichen Weiterentwicklung bei.“


Obwohl es sehr schwierig sei, einen Lieblingsort auf der Halbinsel auszuwählen, verrät sie uns ihren: „Es ist ein Ort, der mit der Erinnerung an meine Jugend zu tun hat. Ein Ort, der auf den ersten Blick vielleicht banal erscheinen mag, der aber, wie viele Orte in Italien und nicht nur dort, das Problem des Over-Tourism erlebt: die Amalfi-Küste und die Halbinsel von Sorrento. Sie sind für mich etwas ganz Besonderes. Ich kenne sie seit meiner Kindheit, ich habe sie geliebt und sie sind mir bestens vertraut. Es gibt Orte an diesen beiden Küsten in Kampanien, die man unbedingt einmal im Leben besucht haben muss“, sagt die erfahrene Journalistin.
Für Sabina Castelfranco ist Italien ein wunderbares, weltweit einzigartiges Land, das von Geschichte und Kultur geprägt ist. „Ich glaube ganz ehrlich, dass ein Leben nicht ausreicht, um Italien wirklich kennenzulernen. Die Ausdrücke, die das Belpaese meiner Meinung nach am besten beschreiben, sind ‚bellezza infinita‘ (unendliche Schönheit) und ‚meraviglia‘ (Wunder)“, sagt sie lächelnd.

Allen, die Italien zum ersten Mal besuchen, empfiehlt sie Städte wie Venedig, Rom, Florenz, Neapel und Palermo sowie einige überschaubarere Städte wie Padua, Mantua, Parma oder Triest oder die noch kleineren Spoleto, Urbino und Perugia. „Die Auswahl ist unendlich groß. Vieles hängt auch von der verfügbaren Zeit und den Interessen der Besucherinnen und Besucher ab. Wer sich schon gut in Italien auskennt, sollte die kleinen Dörfer besuchen, von denen einige noch wenig bekannt sind, obwohl sie zunehmend an Beliebtheit gewinnen. Es gibt unzählige schöne Dörfer auf der Halbinsel, beispielsweise im Cilento, in Kalabrien oder in Apulien“, fügt sie hinzu.
Inzwischen kann man Italien sehr gut und nachhaltig mit dem Zug bereisen. Sabina Castelfranco sagt dazu: „Die Züge haben sich enorm verbessert und sind ein sehr beliebtes Verkehrsmittel. Ebenso beliebt sind die neuen Sonderzüge für Touristen, mit denen man Italien erkunden kann, wie beispielsweise die ‚Ferrovia dei Templi‘ auf Sizilien.“ Die in Rom lebende Journalistin betont am Ende unseres Interviews, dass es sich immer lohnt, „die kulinarische Vielfalt der italienischen Regionen in aller Ruhe zu entdecken und zu genießen“ – ganz nach italienischer Art!
Informationen: Sabina Castelfranco und Alina Trabattoni sind die Initiatorinnen des Online-Magazins „Italy Now”

Interview: Nicoletta De Rossi – Fotos: privat