Winterspiele des Genusses in Cortina d‘Ampezzo

Die Olympischen und Paralympischen Winterspiele „Milano Cortina 2026” waren in Cortina auch Genuss-Winterspiele. Bei all den Köstlichkeiten und Spezialitäten der Region Venetien war das zu erwarten.

Bei den Winterspielen „Milano Cortina 2026” spielte in Cortina auch der Genuss eine wichtige Rolle. In der „Königin der Dolomiten” haben wir nicht nur eine atemberaubende Kulisse, die UNESCO-Dolomiten, sondern auch einige Köstlichkeiten entdeckt. 

Was isst man typisch in Cortina?

Eine schmackhafte Spezialität sind die mit roter Bete oder Kartoffeln gefüllten Ravioli, die dort Casunziei heißen: Der Geschmack ist ungewöhnlich, doch überraschend lecker. Ebenfalls köstlich sind die herzhaften Canederli (Knödel), die in Brühe oder geschmolzener Butter serviert werden, sowie die Polenta mit Pastin, gewürztem Hackfleisch aus der Gegend von Belluno, und die Wildgerichte. Diese Spezialitäten haben wir im The Roof Cortina Bistrot & Lounge Bar gekostet. Man verliebt sich dort aber sofort auch in das gemütliche Ambiente und insbesondere in die Terrasse mit Panoramablick auf die Dächer Cortinas und die Dolomiten. Vielleicht ist es auch kein Zufall, dass auf der Etikette der Wasserflasche „Patrimonio UNESCO” steht. Aufgepasst: Die Gefahr, in der Sonne auf der Terrasse vor sich hinzuträumen, ist groß. Dazu bietet das Lokal eine große Auswahl an kleinen Kuchen, die in Italien „Pastine” heißen, und damit ist  die Versuchung für Naschkatzen garantiert. 

In den Alpintälern der Dolomiten rund um Cortina werden viele schmackhafte Käsesorten hergestellt. Die Azienda Agricola Sanwido (Tel. 0039 346/7729859) hat im Jahr 2017 Ziegen auf die Almen von San Vito di Cadore zurückgebracht. Seitdem produziert sie unter anderem einen köstlichen Ziegenkäse mit milden, duftenden Noten.

Aperitif-Time mit Bellini

Im zentral gelegenen Hotel Le Poste wird im Winter eine besondere Variante des berühmten Bellini-Cocktails serviert, der 1948 in der Harry’s Bar in Venedig erfunden wurde: aus Champagner und Mandarine. Eine sommerliche Variante folgt dagegen dem Originalrezept mit Pfirsich. In beiden Lokalen verweilte auch der US-amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway. Gherardo Manaigo, der Inhaber des traditionsreichen Hotels, zeigte uns das Zimmer und die Ecke, in der Hemingway gerne blieb und an seinen Romanen schrieb.

Ein Bildhauer des Käses und die amtierende Tiramisù-Weltmeisterin

In Cortina haben wir auch Marco Zacchello getroffen, den besten Käsemeister Italiens. Er stammt aus der Käsereifamilie Stevanato aus Trebaseleghe in der Provinz Padua und führt das Geschäft mittlerweile in der vierten Generation. Anlässlich der Winterspiele hat er einen Laib Grana Padano mit den Symbolen der Olympischen und Paralympischen Winterspiele verziert. Die Region Venetien ist stolz darauf, eines der berühmtesten Desserts weltweit erfunden zu haben: das Tiramisu. In Cortina war auch Daniela Di Biasio zu Gast, die 2025 die Tiramisu-Weltmeisterschaft (Tiramisù World Cup) gewonnen hat. Diese findet jedes Jahr in Treviso statt, wo der Leckerbissen zum ersten Mal zubereitet wurde. Ihr Tipp: Für die Konsistenz des Tiramisus ist es wichtig, die Löffelbiskuits Savoiardi richtig in den Espresso zu tauchen.   

Die Käsesorten, den Tiramisu und andere Köstlichkeiten der Region Venetien, insbesondere der Täler rund um Cortina d’Ampezzo, haben wir im Casa Veneto bei einem „Genuss-Slalom“ probiert. Die Region Venetien hat in Zusammenarbeit mit Coldiretti Veneto verschiedene Präsentationen und Degustationen während der Spiele organisiert.

Informationen:

über die Domiten in der Provinz Belluno: www.visitdolomitibellunesi.com

über die Region Venetien: www.veneto.eu

Text und Bilder: Nicoletta De Rossi – Bild der Dolomiten über Cortina: Archivio Regione del Veneto – Bild der kleinen Kuchen: The Roof Cortina

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