Eine spannende Reiseerzählung bietet das Buch „Padua“ der Nürnberger Autorin Ulrike Rauh. Auf der Suche nach Kühle trifft sie im berühmten „Orto Botanico“ (Botanischer Garten) auf einen Herrn. „Ist es gestattet?“, fragt er vergnügt. So beginnt eine intensive Bekanntschaft in der Stadt in der Region Venetien, die vor allem wegen der Cappella Scrovegni, der Basilika des Heiligen Antonius, des Prato della Valle und des Caffè Pedrocchi bekannt ist.
Padua: UNESCO– und Universitätsstadt
Die Autorin begibt sich auf Entdeckungsreise durch Padua. Dabei erfährt sie nicht nur viel über die Sehenswürdigkeiten, sondern auch über unbekannte Facetten der Stadt und ihrer Umgebung. Einige der 27 Erzählungen sind geheimnisvoll, wie die von Antenore, der nach dem Trojanischen Krieg in Norditalien angekommen sein und die Stadt Patavium, das heutige Padua, gegründet haben soll. Er soll in einem Grab ruhen, das bis heute erhalten ist. Auch Goethe besuchte im September 1786 während seiner Reise in Italien Padua und seinen Botanischen Garten. Nach ihm wurde sogar eine Palme benannt. Auf dem Weg zum Café Pedrocchi, auch bekannt als „Café der offenen Türen”, begegnet die Autorin eines Tages dem Mann wieder, den sie im Orto Botanico kennengelernt hatte. Danach wird sie Riccardo noch mehrmals wieder treffen. „Padua“ ist ein Buch für alle: Es richtet sich an diejenigen, die die Stadt noch nicht kennen und neugierig sind, sie vor dem Besuch zu entdecken, aber auch an diejenigen, die die Stadt „del Santo“ (des Heiligen Antonius) schon besucht haben.

„Padua – Geschichte Kultur und Geheimnisse einer italienischen Stadt“
Ulrike Rauh, edition karo
116 Seiten, mit einem schönen Aquarell der Autorin der Basilica di Sant’Antonio
Informationen: www.edition-karo.de
ISBN: 9783945961438
Rezension: Nicoletta De Rossi