Antike mit Blick aufs Meer am Monte Saraceno

Ein atemberaubendes Panorama genießt man vom Monte Saraceno aus in Mattinata, denn unten liegt die wunderbare Bucht der kleinen apulischen Stadt im Gargano. Eine Wanderung bis zum Gipfel lohnt sich auch, weil man dort etwas Erstaunliches entdeckt.

Monte Saraceno 21a HGK

Wer den Gipfel des Monte Saraceno in Mattinata erreicht, der wird für seine Anstrengungen durch einen wunderbaren Ausblick belohnt. Die Bucht von Mattinata mit seinem langen Strand liegt ihm zu Fuße. Lässt man den Blick schweifen, folgt man der apulischen Küste Richtung Norden und Süden. Allein wegen dieses gigantischen Panoramas und des Duftes der mediterranen Macchia lohnt es sich, bis da oben zu wandern.

Doch es gibt einen weiteren Grund, warum ich diese Wanderung jedem empfehlen würde. Auf diesem Vorsprung, der südöstlich der Stadt liegt, befindet sich eine großartige Nekropole. Hunderte von unter freiem Himmel liegenden Gräbern entdeckt man da. In den Fels haben diese die antiken Daunier gehauen, die ab dem 9. Jahrhundert v. Chr. in Apulien ansässig waren. Geschmückt hatte dieses antike Volk seine Gräber mit Köpfen aus Stein, die darauf gestellt wurden. Diese Stelen nennt man in Mattinata „testine“. Sie sind im archäologischen Nationalmuseum in Manfredonia ausgestellt und bezeugen die faszinierenden Grabrituale der Daunier zwischen dem 7. und dem 6. Jahrhundert v. Chr. Der Monte Saraceno ist ein magischer Ort, der die Fantasie beflügelt und große Emotionen weckt: Eine Wanderung dorthin wird zum Erlebnis!

Tipp: Den Monte Saraceno erreicht man beim Wandern am besten von der Contrada Funni in der Piana di Mattinata. Idealer Ausgangspunkt ist das Hotel & Residence Torre del Porto. Von hier erreicht man in ungefähr 40/50 Minuten den Gipfel des Vorsprungs, der in etwa 260 Meter Höhe über dem Meeresspiegel liegt.  

Informationen über Mattinata, die Stadt der wild wachsenden Orchideen gibt es hier; weitere Infos über Mattinata und den Gargano hier und www.viaggiareinpuglia.it

Text: Nicoletta De Rossi Bilder: Harald G. Koch

Erscheinungsdatum: 17.08.2020

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