„Le Signore dell’Arte“: Malerinnen der Vergangenheit in Mailand

„Le Signore dell’Arte“ heißt die erste große Ausstellung, die den wichtigsten italienischen Malerinnen zwischen 1500 und 1600, gewidmet ist. Sie findet im Mailänder Palazzo Reale statt.

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Es geht um Vieles mehr als „nur“ um die Kunstwerke von 34 Malerinnen in der Mailänder Schau „Le Signore dell’Arte – Storie di donne tra `500 e`600“. Durch die Meisterstücke dieser Künstlerinnen erfährt der Besucher auch Vieles über ihr merkwürdiges, ja sogar erstaunliches Leben. Es geht um Malerinnen, die Tochter, Ehefrau oder Schwester eines Malers waren. Die 150 Werke der Mailänder Ausstellung beweisen die Modernität dieser Künstlerinnen und die ausgesprochen weibliche Kreativität im 16. und 17. Jahrhundert.

“Giuditta con la testa di Oloferne” von Fede Galizia

Durch ihre Werke positionierten sich die Künstlerinnen mutig gegen die Gewalt der Männer, wie Elisabetta Sirani oder Fede Galizia in ihren Gemälden zeigen. Einige von ihnen waren schon zu Lebzeiten so erfolgreich, dass sie mit ihren männlichen Kollegen konkurrieren konnten. Zwei Beispiele dafür sind Artemisia Gentileschi und Sofonisba Anguissola, die auch international bekannt sind. Andere gehören zu Künstlerinnen, die jetzt erst entdeckt wurden, wie beispielsweise Claudia del Bufalo. Einige Kunstwerke werden zum ersten Mal dem Publikum gezeigt, wie die Pala della Madonna dell’Itria von Sofonisba Anguissola.  

Wo: Palazzo Reale, in Mailand
Wann: 2. März – 25. Juli 2021

Informationen über die Ausstellung:

„Le Signore dell’Arte – Storie di donne tra `500 e `600“:  www.palazzorealemilano.it  www.lesignoredellarte.it

Die Schau wird von Anna Maria Bava, Gioia Mori und Alain Tapié kuratiert.

Text: Nicoletta De Rossi

Bilder: Schau „Le Signore dell’Arte – Storie di donne tra `500 e `600“ – Aufmacher-Bild: Fede Galizia “Giuditta con la testa di Oloferne” – Ministero per i Beni e le Attività culturali –Galleria Borghese. Bilder l. und m. von Elisabetta Sirani: Collezione privata. Bild r. von Ginevra Cantofoli: Padova, Museo d’arte Medioevale e moderna, legato del Conte Leonardo Emo Capodilista.

Erscheinungsdatum: 24.01.2021

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